Aufstand der Hexen

Deutschland, 1982

Betrachtungen zur Frauenbewegung

Früher wurden die Frauen als Hexen verfolgt und verbrannt, die den Machtanspruch der Männer nicht widerspruchslos hinnehmen wollten. Sie lehnten sich auf gegen die christliche Lehre, die die Frau dem Mann untertan macht, sie verteufelt und als Werkzeug des Bösen darstellt. Mittlerweile ist die Frau dem Mann zwar dem Gesetz nach gleichgestellt, doch der Herrschaftsanspruch der Männer und ihre Überzeugung von der männlichen Überlegenheit sind weiterhin erhalten geblieben. Anfang der siebziger Jahre demonstrierten Frauen öffentlich für das Recht auf Schwangerschaftsunterbrechung und schlossen sich zusammen, um ihrer Forderung nach Selbstbestimmung viele Stimmen zu geben. Die Frauenbewegung die ihren Höhepunkt Mitte der achtziger Jahre hatte, war Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses. Frauengruppen, Selbsthilfeinitiativen und Frauenhäuser entstanden, um über Diskriminierung am Arbeitsplatz, Gewalt in der Ehe oder die Doppelbelastung durch Haushalt und Beruf zu diskutieren. Die persönlichen Erfahrungen von Frauen wurden in ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen gesehen und die partiarchale Ordnung in Frage gestellt, um Veränderungen zu bewirken und neue Lebensformen für Frauen und Männer zu entwickeln.

Gordian Troeller und Marie-Claude Deffarge
Mitarbeit: Ingrid Becker-Ross
Kamera: Gordian Troeller, Gisela Tuchtenhagen
Ton: Barbara Tiemann, Elmar Schmidt
Schnitt: Ingeburg Forth
Länge: 43 Minuten
Erstausstrahlung: RB 09.05.1982

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