Die Schule des Teufels

Togo,1974

Schulbildung wird als Voraussetzung für Fortschritt und Entwicklung angesehen. In den meisten Ländern der Dritten Welt dient die Schule jedoch nicht dazu, die Schüler in die Gesellschaft zu integrieren, sondern trennt sie vielmehr von der Mehrheit der Bevölkerung.
Am Beispiel Togos wird gezeigt, was es heißt, wenn das Schulsystem von den ehemaligen Kolonialmächten übernommen wird und Wissen – zudem in einer fremden Sprache – vermittelt wird, das wenig mit den alltäglichen Erfahrungen zu tun hat.
„Wir kommen zu dem Schluss, daß sich Abhängigkeit und Unterentwicklung so eher vergrößern und die Privilegien der Bourgeoisie verstärkt werden. Das traditionelle Lernen wird abgewertet, und die Masse der vom Schulsystem Ausgeschlossenen gelangt zu der Überzeugung, Versager zu sein und kein Recht auf gesellschaftlichen und politischen Einfluß zu haben. Die Schule hat die Kirche als Instrument kultureller Unterdrückung abgelöst. “

Gordian Troeller, Marie-Claude Deffarge
Mitarbeit: François Partant
Kamera: Gordian Troeller
Ton: Didier Baussy
Schnitt: Ingeburg Forth
Länge: 43 Minuten
Erstausstrahlung: RB 21.11.1974

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