Von Basken und Katalanen

Spanien, 1977

Das größte Problem der spanischen Innenpolitik sind die Autonomiebestrebungen der Regionen. So fordern Basken, Galizier und Katalanen, die eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte haben, Selbstverwaltung.
Vor dem spanischen Bürgerkrieg hatten das Baskenland und Katalonien autonome Regierungen. Nach Francos Sieg verloren sie ihren autonomen Status und wurden von Madrid aus regiert. Im Untergrund ging der Kampf weiter, und als 1976 die Demokratisierung Spaniens begann, forderten Basken und Katalanen den autonomen Status zurück, den sie 1939 verloren hatten. Durch massive Demonstrationen sah sich Madrid gezwungen, Konzessionen zu machen. Die Autonomiebewegungen fordern jedoch ausgedehnte Selbstverwaltung und kämpfen zum Teil für eine förderalistische Struktur des spanischen Staates.
Lange Zeit galten Autonomiebestrebungen als Versuch des Bürgertums, völkisches Bewußtsein gegen den Internationalismus der Arbeiterbewegung zu setzen. Jetzt verstehen viele darunter das Recht der Bürger, in eigenen Belangen selbst zu entscheiden und der Bevormundung durch den Staat ein Ende zu setzen. ´

Gordian Troeller und Marie-Claude Deffarge
Mitarbeit: Ingrid Becker-Ross
Kamera: Gordian Troeller
Ton: J. M. Bruno, Jürgen Kauffels
Schnitt: Ingeburg Forth
Länge: 43 Minuten
Erstausstrahlung: RB 13.02.1978

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