Im Schatten der Apartheit

MOSAMBIK, 1988

Als die Portugiesen 1975 aus Mosambik abzogen, hinterließen sie ein ruiniertes Land. Es gab keine Ärzte, keine Lehrer, kaum Fachleute in Verwaltung und Wirtschaft. Dennoch konnte die Frelimo, seit 1975 Staatspartei, ein Gesundheitssystem aufbauen und ein Netz von Grundschulen errichten.
Die größte Bedrohung stellen die Übergriffe der bewaffneten Banditen dar, die von Südafrika unterstützt und ausgebildet werden, um Mosambik zu ‚destabilisieren‘, also eine eigenständige Entwicklung zu verhindern.
Sie zerstören Schulen, Krankenhäuser und Verkehrswege, vernichten die Ernten und ermorden oder verschleppen Menschen. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt in Flüchtlingslagern, verunsichert und nicht mehr in der Lage, sich selbst zu ernähren, da auch die Felder entweder zerstört oder völlig vermint sind.
Hunderttausende von Kindern sind Opfer des Krieges geworden, die Waisenhäuser sind überfüllt. Die Kinder, auf die sich die Hoffnung seit der Unabhängigkeit gründet, sind fast ausnahmslos unterernährt und krank.
In einem Bericht der UNICEF heißt es: »Die Politik Südafrikas hat die Lage der Kinder in Mosambik von schlecht zu katastrophal verändert.«

Gordian Troeller
Mitarbeit: Ingrid Becker-Ross
Kamera: Gordian Troeller
Ton: Ingrid Becker-Ross, Manfred Wenck
Schnitt: Ingrid Przybylla
Länge: 43 Minuten
Erstausstrahlung: RB 25.04.1988

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