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Im Krieg der Kulturen

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Beschreibung

Als die Indios in Chiapas (Mexiko) sich erhoben, lösten sie eine Vertrauenskrise bei den ausländischen Investoren aus, die zur Kapitalflucht und schließlich zur Abwertung des Pesos führte. Was in Chiapas passiert, ist der spektakulärste Ausdruck einer Revolte, die sich von Bolivien und Peru über Ecuador bis nach Guatemala ausbreitet. Überall schließen sich die Ureinwohner, die Indios, in Basisgruppen zusammen und verlangen die politische und kulturelle Hoheit über ihre Gebiete. Sie wollen ihr kollektives Schicksal weder den Gesetzen des Marktes noch dem Staat überlassen. Millionen Indios lehnen es ab, sich dem Diktat der Wirtschaft zu unterwerfen. Auch in Afrika und Asien gewinnen ähnliche postökonomische Bewegungen immer mehr Zuspruch. Sie revoltieren gegen das Entwicklungsmodell des Westens. Diese neuen Widerstandsbewegungen orientieren sich nicht mehr an Marx, Mao oder Che Guevara. Sie streben auch nicht nach Macht, sondern fordern das Recht, ihrem Begriff von Würde entsprechend leben und sterben zu können. Das ist kein Klassenkampf mehr; das ist ein Krieg der Kulturen.

Zusätzliche Information

Autoren

Gordian Troeller

Jahr

1995

Kamera

Gordian Troeller

Länge

42 Minuten

Land

Bolivien

Mitarbeit

Ingrid Becker-Ross

Schnitt

Ingeburg Forth

Sprache

Deutsch

Ton

Brigitte Dahm-Bauchwitz, Ingrid Becker-Ross

Typ

Farbe

Erstausstrahlung

RB 1995

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