1960
Ein Schah, drei Kaiserinnen – und was dahinter steckt III
Iran, 1960

Stern, Heft 45, 5. November 1960 Persien ist nicht der Schah. Persien ist nicht das Öl. Persien ist auch nicht Teheran und noch weniger „Tausendundeine Nacht“. Persien, das sind fünfzehn Millionen Bauern in Not, eine Million Nomaden in Lumpen, drei Millionen Städter im Elend – und vielleicht eine Million Menschen, die satt werden. Persien ist auch eine der heißesten Fronten…
Ein Schah, drei Kaiserinnen – und was dahinter steckt IV
Iran, 1960

Stern, Heft 46, 12. November 1960 Mohammed Resa Schah, der Kaiser von Persien, hat persönlich die Stern-Berichte über sein Land bestätigt. In einem auschließlich für Deutschland bestimmten Interview gibt der Schah das wirtschaftliche Chaos in seinem Land zu. Um die von uns beschriebenen Mißstände zu beheben, verspricht er: strenge Sparmaßnahmen, den Bau von Schulen und Universitäten, eine Landreform und die…
Ein Schah, drei Kaiserinnen – und was dahinter steckt II
Iran, 1960

Stern, Heft 44, 29. Oktober 1960 Der Schah schreibt: „Meine Einsamkeit ist dadurch vertieft, daß ich es ablehne, Ratgeber zu fragen und gewillt bin, mir selber die letzten Entscheidungen vorzubehalten. Außer einigen unbedeutenden Worten erwähne ich Staatsgeschäfte nicht einmal von meinen Verwandten und intimsten Freunden.“ Deutlicher kann er nicht sagen, daß es in Persien keine Demokratie gibt. Er wird uns…
Ein Schah, drei Kaiserinnen – und was dahinter steckt I
Iran, 1960

Stern, Heft 43, 22. Oktober 1960 Ein Schah schreibt MemoirenEine Kaiserin gebiert ein KindAlle Welt blickt nach Persien Aber das Volk hungert in NotDas Regime reagiert mit GewaltDas Land wird ausgebeutet Der Schah, drei Kaiserinnen und die Wirklichkeit Der Rummel um Persien erreicht in diesen Wochen seinen Höhepunkt. Was die erste Kaiserin, Fawzia, dem Schah nicht geben konnte und was…
Urlaub, Liebe inbegriffen
Italien, 1960

Stern, Heft 35 , 27. August 1960 Ich muß es doch wissen“, beteuert Amadeo, ein römischer Maler, „mir haben fünfzig, was sage ich, Hunderte von Ausländerinnen gesagt, daß sie uns Italiener allen anderen Männern der Welt vorziehen. Aber dafür braucht ihr blonden Knaben nicht gleich Zeter und Mordio zu schreien. Das hängt vom Klima ab. Je weiter man nach Süden…
Und das vor unserer Tür
Sizilien, 1960

Stern, Heft 13, 26. März 1960 „Wir können den Leuten diesen Gestank nicht zumuten“, sagte Claude, als wir endlich vor der chemischen Reinigungsanstalt in Agrigento angekommen waren. „Sie werden uns rauswerfen.“„Dann können wir auch in kein Hotel mehr gehen“, antwortete ich, „denn wir riechen nicht besser als unsere Kleider. Komm, wir müssen es versuchen, sonst haben wir überhaupt nichts mehr…
Wer redet, hat sein Leben verwirkt
Sizilien, 1960

Stern, Heft 14, 2. April 1960 Sizilien 1960. Arbeitslosigkeit scheint nur deshalb die Krankheit industrieller Länder zu sein, weil sie dort statistisch erfasßt wird. In landwirtschaftlichen Gegenden wie Sizilien trägt der Arbeitslose andere Namen: Schuster, Handlanger, Bettler, Frisör, Schneider oder Schmied sind hier meistens n u r Titel ohne Arbeit, kläglich klingende Hoffnungen leerer Hände und Mägen. In Bisacquino, einen…
Blut ist billiger als Geld
Sizilien, 1960

Stern Heft 15, 9. April 1960 Für den Westen mag es unbequem sein, zuzugeben, daß es ein menschliches und politisches Verbrechen ist, jene materiell und moralisch zu unterstützen, die auf Sizilien ausbeuterisch Armut schaffen und sich dabei unseres Namens bedienen. Menschlich, weil die Not mordet. Politisch, weil das Elend zum Kommunismus treibt. Die beiden Väter erhoben ihre Gläser. „Figli Maschi“,…
Die Mafia regiert Sizilien
Sizilien, 1960

Stern, Heft 16, 16. April 1960 Durch die Weltpresse ging vor kurzem die Meldung, daß vier Mönche eines sizilianischen Kapuzinerklosters wegen Erpressung, Mithilfe bei Morden und Brandstiftung verhaftet worden sind. Die Stern-Reporter Gordian Troeller und Claude Deffarge besuchten diese Mönche zehn Tage vor ihrer Verhaftung. Dieser Besuch unserer Reporter mag mit dazu beigetragen haben, daß viele seit Jahren bekannte Verbrechen…