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Fabriken für die Dritte Welt

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Beschreibung

Die Ausbeutung der Dritten Welt durch die Industrienationen beschränkt sich nicht nur auf Rohstoffe. Seit die Lohn- und Sozialkosten in den Ländern des Nordens immer weiter steigen, greift verstärkt auch die Industrie auf die billigeren Arbeitskräfte des Südens zurück, um im internationalen Konkurrenzkampf bestehen zu können. Sie verlegen ihre Fabriken in die Dritte Welt, wo der Verfall des Agrarsektors zahllose Arbeitskräfte freigesetzt hat, die bereit sind, für einen Hungerlohn zu arbeiten. Daß sie keine Ausbildung haben, ist ohne Bedeutung, da die Aufteilung des Arbeitsprozesses in kleinste Arbeitsgänge den Einsatz ungelernter Arbeiter ermöglicht.
Diese neue internationale Arbeitsteilung wird am Beispiel Tunesiens untersucht. Während der Dreharbeiten wurden aber auch die Auswirkungen der Revolution im Iran auf das Land deutlich, wo die westlichen Entwicklungsmodelle und die damit verbundene Zerstörung der eigenen kulturellen Werte nicht mehr fraglos hingenommen wurden.

Zusätzliche Information

Autoren

Gordian Troeller und Marie-Claude Deffarge

Jahr

1979

Kamera

Gordian Troeller

Länge

43 Minuten

Land

Tunesien

Mitarbeit

Stanislas Choko

Schnitt

Ingeburg Forth

Sprache

Deutsch

Ton

Manfred Wenck, Marie-Claude Deffarge

Typ

Farbe

Erstausstrahlung

RB 26.03.1979

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