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Mit Medizin ins Unglück

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Beschreibung

Neben anderen Institutionen wurde auch das Gesundheitswesen von den ehemaligen Kolonialmächten übernommen und nach westlichem Vorbild aufgebaut. Am Beispiel von Senegal und Gabun wird gezeigt, warum diese Medizin den Bedürfnissen der Bevölkerung nicht entsprechen kann. Die Kosten für die medizinische Versorgung der Bevölkerung nehmen zu, die notwendige Technologie muß aus Europa eingeführt werden. Gleichzeitig steht für eine umfassende Gesundheitsvorsorge gerade der ländlichen Gebiete kein Geld zur Verfügung. Traditionelle Heilmethoden werden immer mehr ins Abseits gedrängt oder verboten, obwohl sie dem ursprünglichen Begriff von Krankheit in seiner ganzheitlichen psychischen und gesellschaftlichen Dimension entsprechen.
Auf dem Gebiet der Psychiatrie immerhin, versuchen europäische Ärzte, traditionelle Behandlungsmethoden mit einzubeziehen. Die westliche Medizin ist nicht dazu geeignet, den Menschen zu helfen, weil sie durch immer größere Spezialisierung den Patienten vom aktiv an der Heilung Beteiligten zum Konsumenten von Dienstleistungen und Medikamenten macht; doch auch die traditionelle Medizin verliert durch die Veränderung der afrikanischen Gesellschaftsstrukturen nach europäischen Vorbildern immer mehr an ihrer ursprünglichen Wirkung.

Zusätzliche Information

Autoren

Gordian Troeller und Marie-Claude Deffarge

Jahr

1975

Kamera

Gordian Troeller

Länge

43 Minuten

Land

Gabun

Mitarbeit

François Partant

Schnitt

Ingeburg Forth

Sprache

Deutsch

Ton

Carlos de los Llanos

Typ

Farbe

Erstausstrahlung

RB 16.07.1975

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