Während ich im NDR einen Film fertigstellte, rief Gert von Paczensky an. Er war mittlerweile Chefredakteur bei Radio Bremen geworden und meinte: „Als kleinster Sender der ARD müssen wir uns profilieren, und das können wir nur mit brisanten Serien. Kannst Du Dir vorstellen, eine Serie für uns zu drehen? Ich kenne ja Deine Art zu berichten und verspreche mir viel davon.“
Ich fuhr nach Bremen, um die Details zu besprechen. Wir einigten uns schnell auf mein
Lieblingsthema: Die Probleme der Entwicklungspolitik. Die Serie sollte „Im Namen des
Fortschritts“ heißen.
Als Einstieg drehten wir gleich drei Filme, die im November 1974 innerhalb von 10 Tagen ausgestrahlt wurden. Um 20 Uhr 15, zur besten Sendezeit. Die Quoten waren ausgezeichnet. Auch die Kritik in den Zeitungen war durchgehend positiv. Paczensky war begeistert. Wir konnten weitermachen.
Damit begann für uns eine Zusammenarbeit mit Radio Bremen, die bis 1999 zur Ausstrahlung von drei Serien mit insgesamt 70 Filmen führte. Nach der entwicklungspolitischen Reihe „Im Namen des Fortschritts“, wendeten wir uns in der Serie „Frauen der Welt“ wieder einem Thema zu, das uns schon zu „Stern“- Zeiten beschäftigt hatte. Zuletzt wollten wir mit der Serie „Kinder der Welt“ die Lebensbedingungen der „letzten Kolonie“, der Kinder, untersuchen.
